Die Synergie von Yoga und Psychologie

Die Synergie von Yoga und Psychologie

Ein ganzheitlicher Ansatz zur Stärkung des inneren Gleichgewichts

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie gut Yoga und Psychotherapie zusammenpassen? Beide bieten Wege zu innerer Ausgeglichenheit und Selbstentfaltung und gehen auf diese Weise Hand in Hand. Die körperlichen Übungen des Yoga und die seelische Arbeit der Psychotherapie ergänzen sich, um ganzheitliches Wohlbefinden zu fördern. Elisa ist Psychotherapeutin, Coach und Yogalehrerin und hatte schon immer einen ganzheitlichen Blick und verschiedene Perspektiven auf den Menschen. So entstand nach und nach ein eigener Therapie- und Coachingansatz und eine eigene Yogaform (Mental Health Yoga), die das Wissen aus Psychotherapie und Coaching mit Yogaasanas, Pranayama und Meditationen, aber auch yogaphilosophischen Elementen verbindet. Elisa hat für uns einen Gastbeitrag geschrieben und erklärt, wie Yoga als Methode den psychologischen Prozess unterstützen kann. Viel Spaß beim Lesen!

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Vielleicht kennst du das ja? Dieses Gefühl nach dem Yoga. Egal, wie der Tag davor war. Alles fühlt sich plötzlich etwas leichter an.

 Schon als kleines Kind wusste ich, dass es mir besser geht, wenn ich einmal draußen an der frischen Luft war und mich bewegt hatte. Ging es mir schlecht, ging ich raus und bewegte mich. Komisch, dass wir in unserer rational geprägten Welt dann psychisches Leiden mit rein kognitiv geprägten Methoden versuchen zu bewältigen, oder?

Vielleicht muss ich noch ein kleines bisschen weiter ausholen: Mein Yogaweg begann am Anfang meines Studiums. Ich studierte Psychologie. Ein recht rational geprägter Studiengang, war Fitnesstrainerin und merkte zunehmend, dass es da noch etwas anderes geben muss.

Ich gab Personal Trainings und Coachings und zunehmend wurde mir bewusst, dass sowohl das rein kognitiv geprägte Coaching, als auch das rein körperlich geprägte Training (und damals oft auch Yoga) nicht ausreichten. Schon damals wusste ich: Der Körper gehört zur Psyche.


Schließlich machte ich mich selbständig mit einem eigenen Ansatz, der Psychologie und Training, später Psychologie und Yoga miteinander verband, absolvierte eine Psychotherapieausbildung und entwickelte das Konzept einer ganzheitlichen Therapie weiter.

Für mich war es unbegreiflich, wie der Körper nicht in die Psychotherapie mit einbezogen werden kann. Nun und letztlich nicht nur der Körper, denn Yoga bietet so vieles mehr!

An dieser Stelle vielleicht noch einmal ein kleiner Schritt zurück. - Warum wirkt sich Yoga denn eigentlich positiv auf unsere Psyche aus?

Der Körper ist recht stark mit unserem Gehirn verbunden. Neuere Studien zeigen, dass eigentlich nicht unser Körper für unser Gehirn da ist (wie wir in unserer rationalen Gesellschaft häufig denken), sondern unser Gehirn dafür da ist, den Zustand unseres Körpers optimal zu leveln.

Wenn also unser Körper unserem Gehirn signalisiert, dass er schlapp und müde ist und viel zu lange in für ihn unnatürlichen Haltungen verbracht hat, dann ist es doch eigentlich kein Wunder, dass sich das auch negativ auf unsere Psyche auswirkt, oder?

Aber Yoga hat ja noch mehr zu bieten! 

Um es etwas vereinfacht zu sagen: Wir haben nicht nur den Kontakt zu unserem Körper verloren, sondern leider auch sehr häufig zu uns selbst. Die Zahl der psychisch Kranken steigt. Wir haben alle Möglichkeiten der Welt und sind doch in uns selbst gefangen.

Der Stress und das ständige Kopfkino angesichts immer größerer Möglichkeiten und gleichzeitig immer weniger dem Gefühl dafür, was wir denn überhaupt wollen, lässt uns frustriert und überreizt zurück.

Wir vergleichen uns eben nicht mehr nur mit den Leuten aus unserem Dorf oder Viertel, sondern mit der ganzen Welt und gleichzeitig verbringen wir immer weniger Zeit mit uns.

Yoga sind nicht nur ausgefallene Körperübungen, die von hübschen Instagram-Girls praktiziert werden, Yoga ist auch eine jahrtausendealte spirituelle Lehre.

"Yoga citta vritti nirodha“ - bedeutet soviel wie: Yoga ist das zur Ruhe bringen der Gedanken im Geist. Also eigentlich ein Zustand der mentalen Gesundheit.

Durch die spirituellen Aspekte des Yoga, die bei uns im Westen überwiegend durch Meditationen, Imaginationen und auch Atemübungen abgebildet werden, lernen wir wieder ganz anders mit uns zu sein, uns Raum für uns zu geben und eben auch mal das Nervensystem herunterzufahren.

Klingt alles irgendwie logisch, oder? Finde ich auch. Für mich war klar, dass Yoga ein Teil meines Coachingansatzes und heute auch meiner Therapie sein muss. Ich lebte also diese Idee in der Selbstständigkeit, arbeitete nun über 4 Jahren mit KlientInnen mit genau dieser Kombination und habe letztlich im August eine Praxis für Psychotherapie I Coaching & Yogatherapie gegründet. Ich hoffe, damit einen Ort für ganzheitliches Erleben geschaffen zu haben. Und einen Ort zum Ankommen.

Aber wie das Leben immer so spielt, kommt alles auf einmal, denn letzten Sommer lernte ich meine Co-Gründerin Christina Zimmermann von aboutyoga.de kennen. Christina ist Yogalehrerin und ich hatte mich gleich super wohl in ihrer Gegenwart gefühlt. Wir sprachen viel über die Psyche, über das Gefühl des Verbundenseins, wie Yoga uns hilft, Menschen wirklich zu sehen und wahrzunehmen, Raum zu halten und zu gestalten. Und schließlich beschlossen wir, gemeinsam eine Ausbildung ins Leben zu rufen. Etwas, das es noch nicht gibt, aber unbedingt geben sollte.

 

Mit diesem Tag war die Yoga als Methode Akademie (YAM Akademie) geboren. Wir wussten noch nicht, wohin uns die Reise führen würde, aber wir hatten die gleiche Vision: Die Vision einer ganzheitlichen Psychotherapie und eines ganzheitlichen Coachings. Und die Idee, dass Yoga sowohl als Methode für den psychologischen Prozess, als auch als Tool zur Selbsterfahrung super geeignet ist.

Wir haben viel getüftelt, lange die Köpfe zusammengesteckt und am 23. Oktober startet nun unsere Basisausbildung der Yoga als Methode Akademie. Und ich glaube, wir haben die perfekte Einsteiger-Schnittstelle zwischen Yoga und wissenschaftlicher Psychotherapie & Coaching geschaffen und freuen uns auf den Prozess, der vor uns liegt.

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Hat dich das Thema neugierig gemacht? Elisa hat zusammen mit ihrer Kollegin Christina Zimmermann eine Ausbildung entwickelt, um den psychologischen Prozess mit Yoga als Methode zu unterstützen. Die ganzheitliche Ausbildung soll dabei helfen, psychologische Veränderungen selbstbewusst und effektiv zu gestalten und richtet sich an Coaches, Therapeut*innen und alle Interessierten. Yoga, als ganzheitliches System, stellt eine Verbindung zu unserem Körper, unseren Gedanken und unserem Nervensystem her und soll so helfen, den Coaching- und Psychotherapieprozess zu verändern.

Die Grundausbildung beginnt am 23.10.23, schau doch einfach mal hier vorbei! Außerdem gibt es am 17.08.23 von 19.00-20.00 Uhr eine Q&A zu der Ausbildung. ☺️

Wir hoffen, der Beitrag hat dir gut gefallen!

Alles Liebe, dein Southern Shores Team 💙

 

Webseite: https://yoga-als-methode.de

Instagram: @elisa_holderied

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